Terra Preta – Workshop 18.-26.9.26

Terra Preta – schwarzes Gold für gesunden Gartenboden

Einen Workshop zur Herstellung von Terra Preta veranstaltete der OGV Rülzheim Ende September. Aufgeteilt in drei Themenbereiche erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst alles Wissenswerte rund um die Geschichte der „schwarzen Erde“, zur Herstellung von Pflanzenkohle sowie zur Vorbereitung des erforderlichen Pflanzenmaterials und der Aufschichtung.

Referent Heinz-Dieter Swiateck, erster Vorsitzender vom OGV Kandel sowie vom Kreisverband Germersheim beschrieb im Theorieteil die Eigenschaften der Terra Preta. Entdeckt wurde Terra Preta, was portugiesisch ist und übersetzt „schwarze Erde“ bedeutet, vor einigen Jahren im Amazonasgebiet. Die genaue Entstehung dieser Erde ist nicht bekannt. Die Bestandteile teilen sich auf in Grünabfälle, Mist, Tonscherben, Knochen, Küchenabfälle sowie Pflanzenkohle von Feuerstellen. Die Pflanzenkohle fördert das Bodenleben und beschleunigt und stabilisiert den Aufbau von Humus, speichert pflanzenverfügbar Wasser und Nährstoffe und schont das Grundwasser, reduziert Bodenerosion und führt so zu Ertragssteigerungen. Pflanzenkohle kann langfristig Kohlenstoff im Boden binden und wird deshalb als möglicher Beitrag zum Klimaschutz diskutiert. Auch in Europa wurden Terra Preta ähnliche Böden in den Gebieten gefunden, wo in früheren Zeiten Köhler ihre Holzkohle herstellten. Als Häckselmaterial kann alles aus dem heimischen Garten verwendet werden. Brombeerhecken sind ebenso verwendbar wie Haselnuss oder Obstbaumschnitt. Auf keinen Fall soll Kirschlorbeer eingesetzt werden. Dieser hat für die Pflanzenerde wuchshemmende Eigenschaften, so die eigenen Erfahrungen des Referenten.
Für die Herstellung des schwarzen Goldes wird zusätzlich noch EM verwendet. „Effektive Mikroorganismen (EM)“ sind eine nützliche und probiotische Mischung aus Hefen, Milchsäurebakterien und Photosynthese Bakterien. Die Zusammensetzung von EM wurde auf Okinawa (Japan) in den 1980er Jahren entwickelt, um die Qualität der landwirtschaftlichen Böden zu verbessern. In EM leben über 80 verschiedene Arten von aeroben und anaeroben Mikroorganismen in Symbiose.

Herstellung der Pflanzenkohle

Die Herstellung der Pflanzenkohle stand am Folgetag auf dem Programm. Auf der Obstanlage des OGV Rülzheim wurde dazu ein Erdloch gegraben um das vorbereitete Holz im Pyrolyseverfahren zu verbrennen. Pyrolyse bedeutet die Verbrennung unter hohen Temperaturen bei wenig Sauerstoffeintrag. Als Material wurden dazu 3-6 cm dicke Äste aus dem letztjährigen Obstbaumschnitt verwendet. Als Alternative zum Erdloch kann auch ein Kon-Tiki Pyrolyseofen verwendet werden. Wegen der hohen Anschaffungskosten ist dieses Verfahren im Hobbygartenbereich jedoch weniger verbreitet.Ins Erdloch wird eine Schicht Holz gelegt und angezündet. Wenn sich das Holz weiß gefärbt hat wird die nächste Schicht aufgelegt und wieder gewartet. Dieser Vorgang wird solange wiederholt bis das Erdloch voll ist. Nachdem auch die letzte Schicht mit Holz zu Kohle umgewandelt ist wird mit Wasser abgelöscht. Die Pflanzenkohle wird anschließend in einer Wanne oder in Eimern zum Trocknen aufbewahrt. Ein Teil der Workshop-Teilnehmer widmete sich dem Häckseln des Pflanzenmaterials sowie dem Pferdemist. Je feiner das Häckselmaterial umso besser.

Mischen der Pflanzenerde

Eine Woche später konnten Pflanzenkohle, Häckselmaterial, Pferdemist, kleine und geschredderte Tonscherben sowie Grünschnitt gemischt werden. Zuvor musste die Pflanzenkohle mit einer alten Traubenmühle kleingemahlen werden. Nachdem alles gut gemischt war wurde die Miete angesetzt. Etwa 15-20cm gemischtes Material wurde mit Urgesteinsmehl bestreut und mit EM-Wasser gegossen. Anschließend wird das Material verdichtet und die nächsteSchicht kann, wieder mit Urgesteinsmehl und EM aufgebracht werden. Nach mehreren Schichten wird die Miete mit Silofolie abgedeckt. Und wenn alles klappt kann die Pflanzenerde zu Beginn der kommenden Pflanzperiode im Frühjahr verwendet werden.

Fazit: Die Herstellung der Pflanzenerde ist sehr umfangreich. Deshalb war es schön. dass während der beiden praktischen Teile alle tatkräftig an der Herstellung der Kohle und des Häckselmaterials mitgeholfen haben. Auch das Mahlen der Kohle und der Tonscherben sowie das Aufsetzten und Festtreten der Miete hat alle Anwesendeneingespannt.

Dieser Terra Preta-Workshop hat alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistert und bereits jetzt schon Lust auf einen Folgetermin im kommenden Jahr geweckt.

Terra Preta – Das schwarze Gold für gesunden Gartenboden

Einladung zum Workshop

Terra Preta
Das schwarze Gold für gesunden Gartenboden

Workshop in drei Teilen

Referent: Heinz-Dieter Swiatek, 1. Vorsitzender OGV Kandel

 

  1. Terra Preta – was ist das (Grundlagen / Theorieteil)
    Freitag,
    18.09.2026 18:30 Uhr

    CKK Rülzheim Erdgeschoss
    Was ist Terra Preta?
    Entstehung
    Zusammensetzung
    Pflanzenerde selbst herstellen
    EM – was ist das (effiziente Mikroorganismen)
  2. Herstellung der Pflanzenkohle
    Samstag, 19.09.2026 10:00 Uhr

    OGV Obstanlage in der Lohe
  3. Aufsetzen der Pflanzenerde
    an einem der folgenden Samstage September/Oktober/November

    Da wegen der lang anhaltenden Trockenheit keine Grünmasse vorhanden ist kann ein genauer Termin für Teil 3 momentan nicht genannt werden. 
    OGV Obstanlage in der Lohe
    Mischen und Verdichten von Pflanzenkohle, Häckselmaterial, Grünmasse und effektiven Mikroorganismen, Abdecken für Reifeprozess (bis Frühjahr 2027)

Nach dem Reifeprozess im Frühjahr 2027 erhält jede Person einen Teil der fertigen Pflanzenerde
Termin wird noch bekannt gegeben

Anmeldung erforderlich unter info@ogv-ruelzheim.de oder 07272 955609

Teilnahmezahl ist auf 20 Personen begrenzt (Zu-/Absage erfolgt nach Anmeldung)

Unkostenbeitrag f. Getränke und Materialkosten (Gesteinsmehl, EM etc.:)

5.- für Mitglieder des OGV Rülzheim  /  15.- für Nichtmitglieder

Terra Preta (portugiesisch „schwarze Erde“) bezeichnet einen fruchtbaren, tiefschwarzen Boden im Amazonasgebiet. Terra Preta entstand durch jahrhundertelange Bewirtschaftung. Die Indios reicherten den Boden mit einem kompostierten oder fermentierten Gemisch an, das aus Pflanzenresten und Dung bestand und Kohle aus den Herdstellen enthielt. Pflanzenkohle ist also zunächst nur ein Träger für Nährstoffe und Wasser sowie Lebensraum für Mikroorganismen. Vor ihrem Einsatz muss sie z.B. durch Mist oder Kompost „aufgeladen“ werden. So wird sie zu „Terra Preta“. Sie verbessert die Wasserhaltefähigkeit des Bodens, was insbesondere in Zeiten des Klimawandels immer mehr an Bedeutung gewinnt. Pflanzenkohle kann aus jeglicher pflanzlicher Biomasse hergestellt werden. Bei hohen Temperaturen und unter Ausschluss von Sauerstoff können zum Beispiel Holz, Hecken-, Baum- oder Grasschnitt zu natürlichem Dünger umgewandelt werden.

Tagesausflug Zweibrücken 2026

Tagesausflug in den Rosengarten Zweibrücken

Einen wunderschönen Tagesausflug zum Rosengarten in Zweibrücken erlebten die Mitreisenden am Samstag, den 13.06.26. Und das Besondere an dieser Fahrt war sicherlich die Tatsache, dass gleich zwei Obst- und Gartenbauvereine dazu einluden. Im vergangenen Jahr trafen sich der OGV Sondernheim und der OGV Rülzheim zum Informationsaustausch. Dabei stellte sich heraus, dass es für beide Vereine seit Jahren immer schwieriger wird, in ausreichender Anzahl Menschen für ihren Tagesausflug zu begeistern. Die Idee war geboren, im Jahr 2026 einen gemeinsamen Ausflug durchzuführen. Der Ausflug startete bei bestem Wetter mit exakt 50 Rosenbegeisterten. Beim obligatorischen Zwischenhalt auf halber Strecke wurde zuerst einmal zünftig gefrühstückt. Bei Kaffee, Kuchen, Brötchen, Käse und Pfälzer Wurstspezialitäten sowie Kaltgetränken stärkten sich die Reisenden beim gemeinsamen Vesper, bevor es frisch gestärkt zum Zielort weiterging. In zwei Gruppen aufgeteilt erfuhren die Gartenfans bei einer Führung viel Wissenswertes rund um den Rosengarten. Der Rosengarten mit 4,5 ha Größe ist mit etwa 45.000 Rosen in 1.500 Sorten bepflanzt. Begleitet werden sie von ca. 700 Staudenarten und -sorten sowie 250 Gehölzvarianten. In Schmuckbeeten befindet sich alljährlich wechselnder Frühjahrs- und Sommerflor. Seit rund 10 Jahren wird im Rosengarten die Pflanzung der Rosen und Stauden umgestellt. Zu den ausgestellten Neuheiten gehören heute nur gesunde Rosen, die ohne Chemie auskommen und den Menschen so auf natürliche Weise Freude bereiten. Selbstverständlich finden sich in Zweibrücken

Interessierte Zuhörer bei den Ausführungen vom gärtnerischen Leiter Heiko Hübscher

auch widerstandsfähige historische Rosen wieder, die das Sortiment wunderbar ergänzen. Mittlerweile kann auf chemischen Pflanzenschutz ganz verzichtet werden. Im Anschluss an die Vorträge erkundeten die Teilnehmenden in Kleingruppen alle Ecken und Winkel des mittlerweile über 110 Jahre alten Rosengartens und genossen so einen wundervollen Tag. Am späten Nachmittag traf sich die Reisegruppe wieder vollzählig am Bus und trat die Heimreise in die Südpfalz an. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Am Altrhein“ in Heiligenstein wurden die „Sunnremer“ und „Rilzemer“ wieder wohlbehalten von Busfahrer Jürgen in ihre Heimatorte zurückgebracht. Die erste gemeinsame Fahrt war in jeder Hinsicht eine Bereicherung für beide Vereine. Für das kommende Jahr ist deshalb wieder ein gemeinsamer Tagesausflug geplant.

Einladung Tagesausflug 2026

 

OGV – Jahresausflug 2026 in den Rosengarten Zweibrücken

Am Samstag, 13. Juni 2026 findet der traditionelle Jahresausflug des Obst- und Gartenbauvereins Rülzheim e.V. statt. In diesem Jahr fahren wir gemeinsam mit dem OGV Sondernheim in den Rosengarten nach Zweibrücken.

Für Fahrtkosten, Eintritt, Führungen und die Verpflegung beim traditionellen Vesper-Zwischenstopp auf dem Hinweg nach Zweibrücken wird in diesem Jahr eine Kostenpauschale von 40.- € pro Person erhoben.

Die Anmeldung erfolgt über die Einzahlung des Teilnehmerbeitrages auf das Konto:

Obst- und Gartenbauverein
DE 29 5486 2500 0200 0130 21
GENODE61SUW
VR BANK SÜDPFALZ

Bitte tragen Sie bei der Überweisung unter der Rubrik „Verwendungszweck“ folgende Angaben an:

„Ausflug 2026“, „Ihr Vor- und Zuname“, sowie „Ihre Telefonnummer“ und ihre aktuelle „E-Mail-Adresse“

Eine andere Bezahlmöglichkeit ist nicht vorgesehen.
Der Eingang der Kostenpauschale auf dem Vereinskonto entscheidet über die Teilnahme. Bitte deshalb rechtzeitig überweisen da die Fahrt auch beim OGV Sondernheim beworben wird.

Abfahrtszeiten wie folgt:
08:00 Uhr Rülzheim, Rathaus
08:25 Uhr Sondernheim, Ortsverwaltung
08:30 Uhr Sondernheim, Hörner
08:35 Uhr Germersheim, Busbahnhof (Stadthalle)

Für 12:00 Uhr sind Führungen durch den Rosengarten gebucht (Aufteilung in zwei Gruppen) (ca. 1 1/2h). Die Rückfahrt zur Schlusseinkehr in der Gaststätte „am Altrhein“ in Römerberg-Heiligenstein ist für 16:30 Uhr geplant. Gegen 20:30 Uhr ist dann die Rückkehr in Rülzheim bzw. Sondernheim vorgesehen.

Wir freuen uns auf einen schönen gemeinsamen Ausflug und viele spannende neue Bekanntschaften.

Winterschnittkurs_2026

Rege Teilnahme beim Winterschnittkurs am 28.02.26

 

Beim Winterschnittkurs des OGV Rülzheim am letzten Samstag im Februar hatten die Anwesenden nicht nur eine lehrreiche Veranstaltung, sondern konnten sich auch über angenehme Temperaturen freuen. Das schöne Wetter machte die praktische Arbeit auf der Obstanlage in der Lohe besonders angenehm und sorgte für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Unter der fachkundigen Leitung von Egon Eisensteck erhielten die Teilnehmer wertvolle Einblicke in die Kunst des Obstbaumschnitts. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, was das große Interesse am fachgerechten Rückschnitt von Obstbäumen verdeutlicht. Egon Eisensteck erklärte nicht nur die theoretischen Grundlagen, sondern demonstrierte auch praktisch an verschiedenen Obstbäumen die richtigen Schnitttechniken.
Der Erziehungsschnitt ist eine grundlegende Maßnahme in den ersten Jahren nach der Pflanzung eines Obstbaums. Ziel des Erziehungsschnitts ist es, eine stabile und ausgewogene Baumkrone zu entwickeln, die eine gute Lichtdurchlässigkeit ermöglicht und eine solide Basis für den späteren Fruchtansatz bietet.
Dabei wird besonders darauf geachtet, einen Leittrieb als Hauptachse zu fördern und konkurrierende Triebe zu entfernen.
Die Seitenäste, die sogenannten Leitäste, werden so geschnitten, dass sie in einem idealen Winkel zum Stamm stehen und gleichmäßig um den Baum verteilt sind. Ein gut ausgeführter Erziehungsschnitt legt den Grundstein für eine gesunde Baumstruktur und fördert die langfristige Ertragsfähigkeit. Er beugt auch späteren Problemen wie Bruchstellen oder einer Überlastung durch zu viele Früchte vor.

Fragen wie z. B.: Was sind Leit- und was sind Fruchtäste? Woran erkennt man die Fruchtknospe? etc. wurden ausführlich besprochen. Geklärt wurde auch die ideale Baumform, denn sie ist wichtig für eine reichhaltige Ernte und dient auch der Gesunderhaltung des Baumes. Pilze und andere Krankheiten, die die Pflanze befallen könnten, haben durch die Widerstandskraft des Baumes keine Chance.

Während der Veranstaltung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihr Wissen in der Praxis zu vertiefen. Die Atmosphäre war äußerst angenehm und geprägt von regem Austausch unter den Gartenfreunden.

Hildegard Mendel seit 70 Jahren im OGV

Hildegard Mendel seit 70 Jahren im OGV

Ein ganz besonderes Jubiläum wurde Hildegard Mendel zuteil. In seiner Laudatio auf der Mitgliederversammlung am 06.02.2026 erinnerte Matthias Avril, erster Vorsitzender des OGV Rülzheim an das Jahr 1956. Bundespräsident war Theodor Heuss, Bundeskanzler Konrad Adenauer, die Wehrpflicht wurde eingeführt. Für einen Liter Normalbenzin mussten 0,56 DM bezahlt werden, Deutschland wurde Fußballweltmeister. In Rülzheim hieß der Bürgermeister Robert Seither, von der Kanzel predigte Pfarrer Albert Wetzel. Der OGV Rülzheim war gerade mal sieben Jahre zuvor gegründet worden und der Vorsitzende hieß Otto Duttenhöffer, vielen bekannt als „de Bill Franz“. Viele Kleinbauern hatten ein paar Reihen Spargel, welche in der Spargelannahmestelle abgeliefert werden konnten. Voraussetzung dafür war eine Mitgliedschaft im OGV. Und deshalb trat eine damals 18 Jahre alte Frau in den Verein ein, nämlich Hildegard Mendel. Recht schnell engagierte sie sich auch innerhalb des Vereins. Sie half bei der Spargelannahme mit und wurde in den Ausschuss gewählt, damals das höchste Gremium im OGV. Sie gestaltete die Vereinsfeste mit und half bei den in dieser Zeit legendären Sonderfahrten mit der Bahn. Ob am Sonnwendfest, den Gartenbesichtigungen oder Erntedankausstellungen setzte Sie ihre Arbeitskraft ebenso ein wie bei den Tagesausflügen. Auch nach ihrem Ausscheiden 2013 als Beisitzerin im Vorstand half Sie noch bei den Spargelfesten und bei der Gestaltung des Erntedankaltars in der Pfarrkirche mit. Mit nunmehr 70 Jahren Vereinszugehörigkeit ist Hildegard Mendel die Person mit der längsten Mitgliedschaft im OGV. Mit einem Geschenkkorb wurde der Jubilarin für ihr jahrzehntelanges Engagement und ihre 70-jährige Verbundenheit zum OGV gedankt.

 

Mitgliederversammlung 2026

Mitgliederversammlung 2026

22 Anwesende konnte Vorsitzender Matthias Avril zu Beginn der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Rülzheim am 6.2.26 im CKK begrüßen. Den verstorbenen Mitgliedern Marianne Heubel, Stefan Basel, Gerd Behse, Hubert Fromm, Josef Löffel, Hubert Theissen sowie Edwin Ziehl wurde bei der Totenehrung gedacht.

Ehrungen bei der MV 2026
Für 40 Jahre wurden Klaus Leingang und Marlene Weigel vom Vorsitzenden Matthias Avril geehrt

Im Rechenschaftsbericht konnte wieder über viele Vereinsaktivitäten in 2025 berichtet werden. Da waren zum einen die beiden Schnittkurse im Sommer und Winter, welche gut besucht wurden. Zum anderen wurden mehrere Treffpunkte „Zum Grünen Daumen“ am Vereinshaus durchgeführt. In losen Abständen treffen sich hier Gartenfreunde und diskutieren über alles Mögliche rund um den Garten. Am 1.März trafen sich Baumpaten aus Kuhardt im dortigen Rathaus. In Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde referierten Matthias Avril und Egon Eisensteck über alles Wissenswerte rund um den Obstbaumschnitt. Am Nachmittag durften den Paten das Erlernte dann mit Unterstützung durch die beiden Referenten an ihren Bäumen gleich umsetzen. Ende März machten sich Egon Eisensteck und Matthias Avril mit weiteren Gartenfreunden aus dem Kreisverband Germersheim auf dem Weg ins Ahrtal. Dort wurden die in 2024 auf Initiative des Kreisverbands gepflanzten 300 Obstbäume in Schuld und Insul geschnitten. Der Tagesausflug im Juli führte die Teilnehmenden nach Seligenstadt ins dortige Benediktinerkloster. Bei einer Führung durch den Klostergarten erfuhren Gartenfreunde Vieles rund um das damalige Klosterleben. Da die Teilnahme bei den Tagesfahrten seit Jahren rückläufig ist wird die diesjährige Fahrt gemeinsam mit dem OGV Sondernheim stattfinden. Ziel ist dann der Rosengarten in Zweibrücken. Im vergangenen November wurden auf der Obstanlage des OGV eine Vielzahl unterschiedlicher Ziergehölze gepflanzt. Bernd Hoffmann, Martin Klinke, Egon Eisensteck und Matthias Avril haben damit die Möglichkeit geschaffen, dass in ein paar Jahren auf dem Gelände auch der Schnitt von Ziergehölzen gezeigt werden kann.

Wissenswertes aus der Zahlenwelt des Vereins berichtete Kassiererin Waltraud Labroue. Nach Jahren rückläufiger Zahlen wurde 2025 mit einem kleinen plus in der Kasse abgeschlossen. Die beiden Kassenprüfer Karin Schenk und Erwin Ohler bestätigten die ordnungsgemäße Kassenführung. Die sich daran anschließende Entlastung der Vorstandschaft erfolgte ohne Gegenstimmen.

 

Für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein konnte den beiden Anwesenden Marlene Weigel und Klaus Leingang gedankt werden. Eine besondere Ehrung wurde Hildegard Mendel zuteil. Dazu mehr in einem weiteren Beitrag.

„Terra Preta“, was übersetzt „schwarze Erde“ heißt, wird den OGV im September dieses Jahres beschäftigen. Bei drei aufeinanderfolgenden Terminen wird dieser Bodenverbesserer erklärt und dabei auch selbst hergestellt werden. Weitere Infos dazu erfolgen im zweiten Halbjahr.

Künftig auch Schnittkurse für Ziergehölze im Portfolio

Künftig auch Schnittkurse für Ziergehölze im Portfolio

Der Grundstein ist gelegt.
An einem sonnigen Novembermorgen in 2025 wurden Hecken und Sträucher auf der Gartenanlage des OGV Rülzheim gepflanzt. Egon Eisensteck, Bernd Hoffmann, Martin Klinke sowie Matthias Avril schafften dadurch die Voraussetzung auch Schnittkurse für Hecken und Sträucher anzubieten. Damit wird der immer wieder gestellten Nachfrage nach dem Schnitt von diesen Pflanzen Rechnung gestellt. Ein paar Jahre müssen sich die Gartenfreunde jedoch noch gedulden. Schließlich benötigen die Neuanpflanzungen noch ein

Die fleißigen Helfer beim Anlegen einer Hainbuchenhecke

wenig Zeit zum Anwachsen.

der „Pflanzendealer“ war da

Viele Fragen rund um die Gurke

Viele Fragen rund um die Gurke

Gurkenblüten
Jede Menge Blüten aber keine Gurke

Zwei Stunden mit vielen Tipps rund um den Garten bereicherten die Teilnehmenden beim letzten Treffpunkt „zum grünen Daumen“ am vergangenen Freitag, den 29.08.25 im Vereinshaus des OGV Rülzheim. Zunächst konnte eine Paprika mit Hitzeschäden begutachtet werden. Auch wenn die Paprika ein wärmeliebendes Gemüse ist, verträgt sie keine längere direkte Sonneneinstrahlung bei gleichzeitiger Hitze von über 40 Grad und quittiert dies dann mit Sonnenbrand. Mangold befindet sich ebenfalls in vielen Hobbygärten. Die Vielfalt geht von grünen, roten über gelbe Pflanzen und kann bis Frostbeginn geerntet werden. Viele Erfahrungen konnten zum Thema Gurken ausgetauscht werden. Während einige Anwesende von großen Erträgen berichten konnten, waren andere von ihren Ergebnissen weniger begeistert. Trotz unzähliger Blüten wurden keine Gurken gebildet. Schnell war klar, dass es sich dabei um männliche Blüten handelt, die keine Früchte bilden. Dem kann durch Saatgut mit Samen, welche überwiegend weibliche Blüten bilden, Abhilfe geschaffen werden. Dies ist zwar etwas teurer als herkömmliches Saatgut, durch die großen Erträge rechtfertigt dies aber den höheren Preis. Erhältlich ist dieses sowohl für Salat- als auch für Einlegegurken. Übrigens können Gurken auch zum Gemüse verarbeitet werden. Zwei Gartenfreunde haben dies schon mal probiert und waren vom Ergebnis begeistert. Die Gurke einfach schälen und die Kerne mit einem Löffel ausschaben. Dann in Würfel schneiden und entweder alleine kochen oder in Verbindung mit Hackfleisch und Tomaten zu einer leckeren Soße verarbeiten. Am Dienstag, 30.09.25 findet der nächste „Grüne Daumen“ statt. Mal sehen, welche Themen dann diskutiert werden.

Sommerschnittkurs_2025

Sommerschnittkurs in der Lohe

Ein Raunen geht durch die Lohe. Baumschnittkursreferent Egon Eisensteck macht ganze Arbeit. Ein gezielter Schnitt und an einem Pfirsichbaum auf der Streuobstwiese vom OGV Rülzheim in der Lohe fehlt die halbe Krone. „Um die Erträge für die kommenden Jahre zu sichern, müssen manche Bäume auch mal ziemlich stark geschnitten werden. Vor allem dann, wenn in den Vorjahren zu wenig geschnitten wurde“, so die Begründung. Noch ein paar kleinere Schnitte und die zum Teil verdutzten Mienen der über zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer hellen sich wieder auf. Am Samstag, den 26.07.2025 hatte der Obst- und Gartenbauverein Rülzheim wieder zum Sommerschnitt an Obstgehölzen eingeladen. Gezeigt wurden Schnittmaßnahmen an einem Apfel- und Zwetschgenbaum sowie an Himbeeren und einem Johannisbeerstrauch. Allerdings sollten Gehölze, welche noch nicht abgeerntet sind, auf keinen Fall jetzt, sondern erst nach der Ernte geschnitten werden. Sehr gut eignet sich der Sommer zum Schneiden von Kirschen und Walnussbäumen. Beispielhaft wurde ein Sauerkirschbaum geschnitten, Herr Eisensteck erläuterte, wie durch gezielte Schnitte die Bäume und Sträucher gekräftigt sowie der Ertrag im kommenden Jahr wesentlich verbessert werden kann. Auch wenn die Schnittmaßnahmen an den Obstbäumen weitestgehend die gleichen sind, durften die Anwesenden doch zur Kenntnis nehmen, dass kleine, feine Unterschiede zwischen den einzelnen Obstsorten zu beachten sind. Viele neue Erkenntnisse konnten den Anwesenden während der zwei Stunden vermittelt werden. Und sicherlich hat der eine oder andere sein Wissen am Nachmittag zu Hause gleich in die Praxis umgesetzt.