Gemeinsam mit dem Naturschutzverein Rülzheim lädt der OGV Rülzheim am Dienstag, den 26.März 2024 um 19:00 Uhr in die ehemalige Syagoge im CKK, Kuntzengasse in Rülzheim ein.
Als Referentin zu dem Thema „naturnahe und insektenfreundliche Gärten“ konnte Diplom-Biologin Christiane Brell aus Dudenhofen gewonnen werden.
Frau Brell arbeitet seit vielen Jahren bei BIU – Büro für innovative Umweltplanung, Dudenhofen und hat auch für die Ortsgemeinde Rülzheim Gestaltungsmaßnahmen am Laichgewässer am Badesee geplant.
Die Teilnahme an der reich bebilderten Veranstaltung ist kostenlos
Inhalte:
– Was ist Biodiversität, Beschreibung der aktuellen Situation (ein paar ernüchternde Zahlen zum Insektensterben, Vogel-, und allgemeinen Artenschwund / Biodiversitätskrise im Verhältnis zur Klimakrise…)
– Bedeutung der Insekten im Ökosystem und für uns Menschen
– kurze Erläuterung der wichtigsten Ursachen für das Insekten- und Artensterben in D (Flächenverbrauch, Landnutzungswandel, Pestizide, Überdüngung, Klimakrise, Lichtverschmutzung, Neobiota, Nichtwissen/Shifting baselines…)
– kurze Zusammenfassung der Elemente konventioneller Gärten und Schottergärten („Gärten des Grauens“) und ihre Auswirkungen auf Natur und Klima
– was können wir tun? – konkrete Hilfsmaßnahmen für private Grünflächen (heimische Gärten, Terrassen und Balkone) und öffentlichen Grünflächen: naturnahe, insekten- und klimafreundliche Anlage / Gestaltung / Pflege
– Erläuterung der wichtigsten Prinzipien von naturnahen, insekten- und klimafreundlichen Gärten/Terrassen/Balkonen:
– Megaprinzip heimische Wildpflanzen: Überlebenssicherung für heimische Tiere / Koevolution / was sind heimische Pflanzen und wo kriegt man echte Wildpflanzen und Wildpflanzensaatgut?, – Unterschiede zu Exoten und Zuchtformen
– Anlage von Wildblumenbeeten
– Umwandlung eines Schottergartens in einen naturnahen Garten
– Klimaresilienz
– Materialien im Naturgarten: ein paar Anmerkungen zu Boden, Pestiziden, Düngung, Torf
– Standortvielfalt und Strukturvielfalt, Nisthilfen, Tierfallen
– Nützlinge im Naturgarten
– Lichtemission + Vogelfalle Glas
– Wiesen und Blumenrasen statt Vielschnittrasen
– Nutzflächen + Einfriedungen: ökologisch hochwertige + klimafreundliche Alternativen
– Pflege eines natur- und klimafreundlichen Gartens
– Umgang mit Niederschlagswasser
– Überblick über die wichtigsten Bestäubergruppen mit Schwerpunkt Wildbienen/Hummeln, Schmetterlinge und deren Ansprüche, Lebensweisen und Futterpflanzen, (Wespen, Schwebfliegen, Käfer)
– jeder qm zählt: Artenvielfalt und Klimaschutz auf kleinstem Raum (Balkone, Terrassen)
– Tipps zu weiterführender Literatur und guten Bezugsquellen für Wildpflanzen und geeignetem regionalem Wildpflanzensaatgut




Feldweg links). Zur besseren Orientierung: auf dem Baumstück befindet sich ein grüner Bauwagen. Referent Egon Eisensteck wird dazu alles Wissenswerte zur Schnittpraxis von Obstgehölzen am „lebenden Objekt“ erklären und Fragen rund um den Baumschnitt beantworten. Zur Teilnahme an der Veranstaltung sind alle interessierten Gartenfreunde von nah und fern willkommen. Kostenbeitrag pro Person 5.- EUR, Mitglieder des OGV sind vom Beitrag befreit. Bei Regen muss der Kurs leider entfallen.




An einem Apfelbaum der Sorte Jonagold demonstrierte er die Schnittmaßnahmen an einem Hochstamm. Dabei wurde angeregt diskutiert, welcher Ast an dem Baum abgeschnitten werden muss und warum der eine oder andere besser stehen bleiben solle. Wo und wie ein Baum zurückgeschnitten werden soll wurde ebenso angesprochen und gezeigt wie Ableitungsschnitte um einen besseren Ertrag zu erzielen. Unterschiedliche Obstsorten wie Birne, Pfirsich, Sauerkirsche, Zwetschge und Mirabelle wurden angesprochen und mit der Baumschere „bearbeitet“.
Der Sachverstand von Herrn Eisensteck ermunterte die Teilnehmer zum Stellen unzähliger Fragen rund um den Baumschnitt und die Wuchseigenschaften der Obstgehölze. Dabei blieb selbstverständlich keine Frage offen. Zum Abschluss des informativen Lehrgangs konnten noch Schnittmaßnahmen an Beerenobst gezeigt werden. Wie Johannisbeeren zu schneiden sind wurde am lebenden Objekt erklärt, Unterscheide zwischen frühen und späten Himbeersorten besprochen. Alle Anwesenden durften wieder viele neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Und sicherlich hat der eine oder andere sein Wissen gleich zu Hause in die Praxis umgesetzt. Dem Referenten an dieser Stelle nochmals vielen Dank. Und den Teilnehmern des Schnittkurses sowie den beiden Pächtern wünschen wir an ihren geschnittenen Bäumen reichliche Ernte. Vielleicht kann der eine oder andere Teilnehmer bereits erste Erfolge seiner Schnittmaßnahmen am 26. August beim Sommerschnittkurs vermelden.
Und wer vor diesem Termin schon Fragen rund um den Garten hat sei jetzt schon mal an die ab Mai stattfindenden Treffen „zum grünen Daumen“ am Vereinshaus auf dem Festwiesengelände erinnert.